Kill Bill Volume 2 |
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Kill Bill Volume 1 gab einen Vorgeschmack auf das, was zwangsläufig kommen musste, nämlich Kill Bill Volume 2. Das Kino kann ja inzwischen ohne Folgefilme nicht mehr sein und hat sich der TV-Unterhaltung erstaunlich schnell angepasst. Zweifellos gibt es Leinwand Fortsetzungen, die nicht nur ihr Produktionsgeld sondern auch das Ansehen wert sind, und das mehrmals. Aber ob alles und jegliches bis auf die Wurzel ausgeleiert werden muss, nur um rundum sagen zu können - seht her - wir können das - darf ruhig bezweifelt werden.
Zur Story:
Ein James Bond wird da zum Grundschüler in Sachen "Lizenz zum Töten". Immerhin geht die "Braut" nach Erwachen zur Ausbildung in die Lehre eines Shaolin-Schwertkämpfers, der ihr die richtige Rasiertechnik beibringt. Darüber hinaus hat die legitime Staatsschutzmacht nicht viel zu bestellen. Schließlich will die "Braut" ihren Rachedurst stillen. Das ist jedoch nur möglich, wenn sie erstklassig ausgebildet und jeglicher gesetzlicher und ethischer Grenzen ledig ist, mithin wie eine Furie wüten kann, was sich im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Roter Faden furios durch den Film zieht.
Und derer rollen reichlich, denn die Schar der bösen Gegner und ihr Rachedurst ist noch immer groß, obwohl sie in Teil Eins schon jede Menge Menschen getötet hat. Eine hochschwangere Frau versucht man halt nicht ungestraft umzubringen. Und mit den Schwertkämpfern ist das so eine Sache - wenn die Klinge erst einmal in Fahrt ist, dann blitzt sie wie von selbst, fast schon zwanghaft wobei die Gefahr besteht, dass man sich zu guter oder schlechter Letzt selbst das Köpfchen rasiert. So hat denn Regisseur Quentin Tarantino mit Uma Thurman, David Carradine, Daryl Hannah und Michael Madson das rechte Quartett zusammen, um das Hauen und Stechen bis zum Finale auf höchstem Niveau zu halten. Zwischendurch wird natürlich noch geballert bis die Fetzen fliegen, und das in landschaftlich reizvoller Umgebung. Auch in Kill Bill Volume 2 geht die wilde Jagd um die halbe Welt, bevor in Mexiko die Uhren endgültig angehalten werden.
Alles wäre so einfach (man erinnere sich an weltberühmte Western - hier gut - da böse) gäbe es nicht den Ableger in Gestalt einer Tochter - die tot geglaubt unverhofft und plötzlich vor ihr steht und von einer Sekunde zur anderen alles in Frage stellt. Bebee - so die Holde - Bebee schoot me...
Die Antwort darauf erfahren Sie, wenn Sie sich den Film anschauen, denn in Sachen Action ist dieses Kampfkunst-Filmwerk allemal sein Geld wert. Dass der Streifen seine blutige Gewalttätigkeit bis in die letzte Sesselreihe verströmt, liegt sicher nicht am Filmvorführer. Aber etwas weniger davon hätte den Streifen noch sehenswerter gemacht, doch nur wenige Regisseure können oder wollen bei harten Actionfilmen ohne Blut und Gewalt auskommen. Realitätsnähe ist nicht eine Frage von Blut und Gewalt, sondern eine Frage der Botschaft und Intensität der Bilder - sprich Darsteller.
Für Sie entdeckt und zusammengestellt durch EPS-Schäffler / Körner / K. W.VickText: © Ermasch - Presse - Service, Schäffler / Hans Joachim Rech |