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Ohne Diagnostik läuft in der heutigen Medizin nichts mehr |
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Die 35. Medica in Düsseldorf wurde erwartungsgemäß zu einem vollen Erfolg des Veranstalters Messe Düsseldorf. Mehr als 3900 Aussteller aus 65 Ländern präsentierten ihre Neuheiten zum Thema Medizin allgemein, zu den Themen Genetik, Diagnostik und angewandter Medizin im besonderen. Darüber hinaus noch die große Vielzahl der Anbieter, die sich als Dienstleister und Krankenhausausstatter auf der eine Seite und als Zulieferer zu Akutanwendern wie Feuerwehr, Notarzt oder Sanitätswesen auf der anderen Seite verstehen. E Mithin bilden die heutigen Diagnoseverfahren das Rückgrat einer effektiven und erfolgreichen medizinischen Behandlung. Ein Basispfeiler dieses Rückgrats der Labordiagnostik ist die PCR (Polymerase Ketten Reaktion) die es dem Mediziner erlaubt, Infektionskrankheiten - so HIV oder HCV schnell und sicher zu bestimmen. Hinzu kommt eine umfassende Gesundheitsaufklärung für Arzt und Patient, was eine persönliche und genau angepasste Therapie erlaubt. In diesem Bereich hat Roche Diagnostics Vorbildliches geleistet, so der Tenor auf der Medica in Düsseldorf. 20 Jahre nach der Entschlüsselung der DNA durch Watson und Crick (ersterer nicht verwandt oder verschwägert mit jenem Dr. John Watson aus Sherlock Holmes) hat die Gendiagnostik bemerkenswerte innovative Schritte in Richtung Zukunft unternommen. Ohne Molekulare Diagnostik – was ist das überhaupt? Nun – Diagnostik über alles - auf dem Weg in die Zukunft Moderne Diagnoseverfahren stellen das Fundament einer effektiven medizinischen Behandlung dar, aber das allein reicht nicht aus. Eine Vielzahl an Maßnahmen ist nötig, um letztendlich ein Heilungsergebnis vorweisen zu können. Deshalb kann eine Behandlung der Zukunft nicht mehr nur im Nachhinein erfolgen - also auf die Symptome eines bereits erkrankten Patienten reagieren, sondern muss im höchsten Maße "vorbeugend" aktiv sein, dass heißt, schon Krankheiten oder deren Anlagen erkennen bevor sie ausbrechen oder behandlungsrelevant werden. Grundpfeiler dieser Diagnoseverfahren ist das PCR (wie vor beschrieben), das aus der modernen Labordiagnostik nicht mehr wegzudenken ist, so Dr. Manfred Baier, Leiter Vertrieb Deutschland und Mitglied der Geschäftsführung bei Roche Diagnostics GmbH. Molekulare Diagnostik im Laborbetrieb Von 100 klinischen Diagnosen werden mehr als 65 durch die Labordiagnostik festgestellt oder dienen weiteren Diagnosen als Beweis. Eine besondere Bedeutung kommt der Labordiagnostik daher beim Nachweis von DNS und RNS zu. Die molekulare Diagnostik kann jedoch noch viel mehr. So gibt es Künstler, die ihre Werke mit ihrem Genabdruck signieren, ein absolut fälschungssicheres Verfahren, denn jede DNA, jedes Gen eines einzelnen Menschen ist unzweifelhaft einzigartig. Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit bei geringen Kosten ist die Labordiagnostik sowohl für die Mediziner, die Patienten als auch die Krankenkassen ein unverzichtbarer Partner bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben und Probleme im Gesundheitswesen. Eine besondere Rolle werden daher die Speziallabors übernehmen, die sich bei der Analyse und Bewertung individueller Fälle bewähren werden. Ob Vaterschaftstest, genetischer Fingerabdruck oder Hämochromatose (chronische Krankheit, bei der es durch eine erhöhte Eisenaufnahme aus dem Verdauungssystem zur Eisenablagerung in den Organen kommt. Überwiegend Männer ab 40 erkranken an der Hämochromatose. Nach einschlägiger Meinung handelt es sich um eine vererbte Stoffwechselkrankheit), der Gentest schafft hier eindeutige Klarheit. Wichtiger noch als die Feststellung der Erkrankung ist die Vorbeugung und Früherkennung durch den Gentest. Hier ergeben sich hoch wirksame Möglichkeiten einer Frühbehandlung, so dass es erst gar nicht zu einer Hämochromatose kommt. Denn - wer erblich vorbelastet ist gilt als Risikopatient. Gleiches hat Gültigkeit für Krankheiten wie die Tuberkulose. Hier wird der Direktnachweis schon am selben Tag erbracht, was einen Zeitvorteil gegenüber den herkömmlichen Anzüchtungsverfahren von rund 14 Tagen erbringt. Die dadurch sichtbar bessere Patientenversorgung ist offensichtlich. Angenehmer Nebeneffekt: das Budget der stets klagenden Krankenkassen wird spürbar entlastet. Kurzum: die molekulare Diagnostik ist aus der Patientenversorgung nicht mehr wegzudenken. Die schnellen Erregernachweise verbessern die Versorgungsqualität der Patienten und sorgen für finanzielle Entspannung bei den Kassen. Ganz wichtig: genetisch bedingte Stoffwechselstörungen können vor der Schädigung von Organen erkannt werden. Wie heißt es doch so schön? Vorbeugen ist besser als heilen. Und letztlich: das beauftragte Labor muss in jedem Fall einen Qualifikationsnachweis erbringen können. Da hilft nur eins - lernen - trainieren - lernen. Gendiagnostik in der Zukunft - Die Diskussion über die Humangenetik findet in der Öffentlichkeit eine große Beachtung und wird oft als Wendepunkt in der Medizin zitiert. Ist das wirklich so? Ganz sicher hat es rasante Fortschritte gegeben - auch neue Einsichten in die Biologie wo es um vererbbare Informationen geht. Weiterhin gibt es Anlass zur Hoffnung, dass bestimmte Erbkrankheiten über die Entschlüsselung der Gene durch geeignete Therapien geheilt oder gemildert werden können. Gleichwohl stehen die "seltenen" Erbkrankheiten trotz ihrer volksweiten Bekanntheit nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Gesundheitswesens. Vielmehr sind es eben die typischen Erkrankungen des "Volkes", denen es beizukommen gilt. Unter dazu zählen Diabetes, Erkrankungen der Herzkranzgefäße und Osteoarthritis (Entzündung, die von einem Gelenk auf den angrenzenden Knochen übergreift). Der Genetik kommt hier also eine sehr hohe Bedeutung zu, denn anhand von Untersuchungen können Aussagen darüber gewonnen werden, ob z.Bsp. eine Person in 30 Jahren an einer monogenen Erbkrankheit (bestimmte Krankheit aufgrund eines Gendefektes) oder Volkskrankheit erkrankt, so Prof. Dr. med. Klaus Lindpaintner, Leiter Roche Genetics und des Roche Zentrums für Medizin und Human Genetik. Mithin haben genetische Tests für Volkskrankheiten einen individuell unterschiedlichen Einfluss und sind nur im Vergleich mit anderen Faktoren sinnvoll. Daher erfolgt keine Neudefinition der Pathologie, aber ihr differenziertes Verständnis. Der nächst logische Schritt liegt daher in der Aussicht auf den medizinischen Fortschritt. Ungeachtet dessen werden die Lebensgewohnheiten der Gesellschaft wahrscheinlich schwieriger zu beeinflussen sein als die biologischen Faktoren. Zukunftsaussichten, die ein so komplexes und globales Thema noch interessanter und arbeitsaufwendiger machen. Geschlechtsorgane als Krankheitsspender Geschlechtlich übertragbare Krankheiten folgen anderen Gesetzmäßigkeiten als die übrigen Infektionskrankheiten. Das weiß inzwischen jeder Hausarzt. Das gilt vor allem für Bakterien, Viren, Parasiten, Protozoen und Pilze. In allen Phasen rufen diese unerwünschten Begleiter eines Beischlafs oder anderer intimer Sexpraktiken üble, schmerzhafte bis tödliche Reaktionen hervor. Einhergehend mit dem Befall der vorgenannten ungebetenen Gäste können z. Bsp. eine Bauchhöhlenschwangerschaft, Unfruchtbarkeit, Infektion des Neugeborenen, Bindehautentzündung und Herpes die Folge sein, was aber noch längst nicht alles ist. Hirnhautentzündung, Kehlkopfentzündung und bösartige Tumore sind das Ergebnis einer Erkrankung, die sich von den Geschlechtsorganen über den gesamten Körper ausbreitet. Trotz aller Aufklärung und zahlreicher, überregionaler - ja sogar globaler Kampagnen, nehmen die Häufigkeit der Infektionen bei bestimmten Erkrankungen dramatisch zu. Daher wird den diagnostischen Laborverfahren in Zukunft eine noch größere Rolle zufallen, als es bislang der Fall ist, erläuterte Prof. Dr. med. Gerd Gross von der Uni-Klinik Rostock die Bedeutung der modernen Diagnostik im Kampf gegen diese speziellen Erkrankungen. Zu diesen "speziellen Erkrankungen" zählt nicht nur AIDS, das weltweit von sich reden macht. Kaum beachtet und fast vergessen schlummerte die Syphilis ihren Dornröschenschlaf, bis es plötzlich - gegen Ende der Neunziger Jahre, einen Paukenschlag gab, der die dramatische Renaissance der Syphilis ankündigte. Die Öffnung der Grenzen nach allen Seiten kehren Vorsicht und Zurückhaltung unter den berühmten Teppich. Nicht minder aggressiv die Zunahme der HSV2 positiven Personen - also jener, die sich mit Herpes infiziert haben. Dass hier nun keiner glaubt, Herpes beschränke sich lediglich auf die paar Bläschen an der Lippe. Liebe Leser, diese Infektionen hauen mächtig ins Kontor. Das geht bis zu saftigen Krebsen in und an den Geschlechtsorganen und anderswo. Schlimmer noch als die kurzfristige Infektion sind die Langzeitfolgen dieser Erkrankungen, die im Laufe von 10 - 30 Jahren einen Menschen gesundheitlich komplett ruinieren und zum Tode bringen. Um es nochmals klar zu machen: bakterielle Erkrankungen der Geschlechtsorgane sind bei frühzeitiger Behandlung völlig ausheilbar. Geschlechtlich übertragene Virusinfektionen sind nicht vollständig zu kurieren, das Restrisiko bleibt - und zwar beim Erkrankten. PCR Tests bieten Patienten neue Chancen Diese Lebererkrankung stellt ein weltweites großes Problem dar, und zwar sowohl epidemiologisch (untersucht die Entstehung, Häufigkeit und Verbreitung von Krankheiten), klinisch und auch in verstärktem Maße finanziell. Rund 170 Mio. Menschen - so die Schätzungen der WHO - sind derzeit chronische Virusträger. Allein in Deutschland kommen in jedem Jahr 5000 Neuerkrankungen hinzu. Hauptinfektionsquelle in den westlichen Industriestaaten ist ein intravenöser Drogenmissbrauch. Hinzu kommen unsaubere Injektionspraktiken in den Entwicklungsländern, vor allem im medizinischen Bereich. Die Infektion mit HCV zieht in der Regel eine chronische Erkrankung nach sich, welche sich oft erst nach Jahren bemerkbar macht, meistens nur zufällig erkannt wird. Nach dieser Zeit besteht kaum noch Aussicht auf eine schnelle Heilung, und die Erkrankung endet bei 30% der Betroffenen mit einer Leberzirrhose (Schrumpfleber-chronisch fortlaufende, unaufhaltsame Zerstörung des Lebergewebes. Oftmals Endstadium der meisten chronischen Lebererkrankungen). Ungeachtet dessen sind in den vergangenen Jahren große Fortschritte im Bereich Diagnostik und Therapie gemacht worden. Bereits wenige Tage nach der Infektion ist es heute möglich die virale Erbsubstanz im Blut der infizierten Person nachzuweisen. Eine herausragende Leistung, an der Roche Diagnostics maßgeblichen Anteil hat. Die Hauptursachen für eine Lebertransplantation, so PD Dr. med. Thomas Berg, Oberarzt an der Medizinischen Klinik Charité, Virchow Klinikum Berlin, liegen in der Infektion durch das HCV begründet. Berg rechnet in den nächsten zwanzig Jahren mit einer Zunahme von rund 300% allein im Bereich der HCV Erkrankungen. Derzeit sind 6 verschiedene Erreger Typen bekannt, aber ihre Zahl wird sich in den nächsten Jahrzehnten sicher verdoppeln. Daher kommt der Primär-Diagnose bei den Risikogruppen erhöhte Bedeutung zu. Auch hier bietet sich im Rahmen des PCR Tests die Möglichkeit an zu erkennen und zu behandeln, so dass es nicht zu einer fortschreitenden Erkrankung kommt. Vorrangig ist daher die Hemmung der Virus-Vermehrung, sodann die Einkreisung und völlige Eliminierung der befallenen Zellen. Nur so ist eine dauerhafte Heilung möglich. Dennoch dürfen wir eins nicht vergessen: Hepatitis C ist eine entzündliche Erkrankung der Leber, verursacht durch das Hepatitis C-Virus. Das Virus gelangt über das Blut in den menschlichen Körper, setzt sich in der Leber fest und beginnt sich zu vermehren. Das körpereigene Immunsystem ist in den meisten Fällen nicht in der Lage, sich gegen dieses Virus zu wehren. Der PCR Test von Roche ermöglicht den unmittelbaren Nachweis des Virus und kann so als diagnostischer Beweis für eine Therapie verwendet werden. Die neue Laborgeräte-Generation Das COBAS TaqMan 48 öffnet die Tür zur nächsten Generation der PCR Diagnostik. Bei Roche Molekular Systems wurde dieses Geräteset entwickelt. Automatisch, schnell und sicher führt diese Gerätekombination zur erweiterten Bestimmung von DNA und RNA. Das Gerät ist leicht in der Bedienung und erlaubt die Entwicklung eigener Test-Routinen, die eine hohe Flexibilität in der Anwendung gewährleisten. Zudem ist es leicht in vorhandene Baureihen zu integrieren, benötigt wenig Platz und ist dabei doch leistungsfähig, was seinen Ausdruck in hochempfindlichen Testreihen findet. Die ersten Tests – auf HIV (Human Immunodeficity Virus), HBV (Hepatitis B Virus) und HCV (Hepatitis C Virus) werden CE-zertifiziert Anfang Dezember 2003 in Europa auf den Markt kommen. Der Preis für die Test-Kits wird voraussichtlich zwischen 50 und 60 Euro liegen. Natürlich beschränkt sich die Bereitstellung der Test Kits nicht allein auf die vorbenannten Virus-Infektionen. Für zahlreiche verschiedene Tests stehen Kits zur Verfügung. Roche ist nicht umsonst als Technologieführer im Bereich PCR weltweit bestätigt. Und das soll auch so bleiben. Europa muss wieder die Apotheke und das Diagnostikzentrum der Welt werden. Roche ist dazu der richtige Wegbereiter, denn Roche - das ist Innovation in Ihre Gesundheit. Fazit Wir müssen uns klarmachen, dass biochemische Forschung und der medizinische Fortschritt ohne die Molekular und Gen-Technologie nicht mehr möglich sind. Die vorgestellten Methoden sind zweifelsfrei die Werkzeuge, mittels derer die Medizin und Heilkunde neuartige Wege beschreitet. Die nachweisbaren Erfolge werden den Fortschritt in die Zukunft schrittweise weiter voranbringen. Revolutionäre Durchbrüche brauchen zuweilen eine lange Zeit der Reife, heute ist Evolution angesagt – die kontinuierliche Weiterentwicklung auf der Basis des Vorhandenen. Ungeachtet dessen müssen wir offen zugeben, dass genetische Forschung bei allem was sie uns vielleicht bringt, keineswegs die Antwort auf viele Fragen zu liefern imstande ist. Rationalität und Besonnenheit sind hier die ehrlichen Ratgeber. Informationen: |
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Für Sie entdeckt und zusammengestellt durch ©EPS-Schäffler / Körner / RechText: © EPS-Schäffler / Hans Joachim Rech |