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| Zahnmedizin in Theorie und Praxis |
Doktor Radhouane Dallel Täglich ist der Zahnchirurg mit Patienten konfrontiert, die ihn wegen Schmerzen aufsuchen. In den meisten Fällen handelt es sich um einen akuten Zahnschmerz, aber auch chronische orofaziale Schmerzen sind nicht selten: dazu gehören beispielsweise die essenzielle Trigeminusneuralgie, idiopathische orofaziale Schmerzen, Cluster-Kopfschmerzen, Arthromyalgie oder hartnäckige Kopfschmerzen. All diese Schmerzen sind sehr stark und schwer zu behandeln. Die Ermittlung der Ursachen und die Schmerzdiagnose sowie die optimale therapeutische Unterstützung der Patienten scheinen in unserem Beruf viele Perspektiven zu bieten.
Sowohl im Bereich der Medikamente als auch in der Erforschung der Krankheiten wurden in den letzten Jahren in der Schmerzforschung große Fortschritte gemacht. In der klinischen Forschung betreffen diese Fortschritte insbesondere die verbesserte Versorgung der Patienten (Verschreibung von Schmerzmitteln entsprechend einem Stufenplan für Analgetika, Verwendung nicht-pharmakologischer Mittel). Der zweite Fortschritt besteht darin, dass die therapeutische Entscheidung bei Schmerzen auf einer präzisen Analyse der physiopathologischen Mechanismen beruht, die den Schmerzsymptomen zugrunde liegen. In der Grundlagenforschung zeigen die Daten, dass die möglichen Mechanismen vielfältig und bisweilen nicht eindeutig sind. So wurden beispielsweise anhand der Molekularbiologie Moleküle entdeckt, die durch die Schmerzrezeptoren der Zahnpulpa exprimiert werden und für die Schmerzwahrnehmung zuständig sind, und die nunmehr ein weiteres Ziel möglicher Therapiemaßnahmen sind.
Muskelschmerzen des Kauapparats sind weit verbreitet. Diese gehören zu den Muskel-Skelett-Erkrankungen und ähneln anderen Schmerzgruppen, wie zum Beispiel der Fibromyalgie oder dem Spannungskopfschmerz. Es handelt sich in der Tat oftmals um diffuse Schmerzen, die mit psychologischen Problemen (Angst und Depression) und nicht mit klinisch nachweisbaren Organschädigungen einhergehen. Psychophysische Studien und Aufnahmen des Gehirns haben gezeigt, dass diese Schmerzen auf eine Veränderung der Systeme zur Schmerzmodulation zurückzuführen sind. ![]() Internet: www.lzk-bw.de Internet: www.zahn-forum.de |
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