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| Das diabetische Fußsyndrom
Die Therapie der diabetischen Neuropathie stellt eine große Herausforderung dar: Sie entwickelt sich bei mehr als jedem dritten Patienten mit Diabetes –nicht selten liegt sie sogar schon in prädiabetischen Stadien vor. Eine frühzeitige individualisierte, multikausale Behandlung stellt die Weichen für den Therapieerfolg und die Vermeidung schwerwiegender Folgekomplikationen wie das diabetische Fußsyndrom. Das machten renommierte Experten auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 48. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 8. Mai 2013 in Leipzig deutlich. ![]() ![]() Rund 30 % der Menschen mit Diabetes leiden unter unangenehmen bis quälenden Symptomen einer diabetesbedingten Nervenschädigung. Schon ein Prädiabetes ist mit einem erhöhten Neuropathie-Risiko assoziiert, wie Prof.
Daher sollte auch bei Patienten ohne Diabetes und einer Neuropathie unklarer Genese immer einen Glukosetoleranztest durchgeführt werden. Vielfältige Symptome: Kribbeln, Schmerzen, Taubheit
Viele Amputationen wären vermeidbar! Eine frühzeitige Diagnose ist daher essentiell für den Therapieerfolg und die Prognose der Patienten: „Wenn eine
Zucker auf „Abwegen“: Toxische Abbauprodukte schädigen Nerven und Gefäße
Diese „verzuckerten“ Proteine verursachen mikrovaskuläre Schäden und beeinträchtigen so letztlich auch die endoneurale Durchblutung. Das Fundament der Neuropathie-Therapie bildet daher immer eine möglichst gute Stoffwechseleinstellung. Zusätzlich gilt es, die komplexen nerven- und gefäßschädigenden Faktoren weitestgehend zu reduzieren und die Symptome zu lindern.
Drei Säulen der Neuropathie-Therapie An erster Stelle (Säule eins) steht danach die kausale Therapie: eine individualisierte Diabetestherapie, die an Komorbiditäten und Alter angepasst sein sollte. Zusätzlich gilt es, Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Bluthochdruck und Dyslipidämie zu reduzieren. Säule zwei bildet die pathogenetisch orientierte Therapie. Sie hat zum Ziel, die zelltoxischen Auswirkungen der Hyperglykämie einzudämmen, die Progression der Neuropathie aufzuhaltenunddie Symptome zu lindern. Hier stehen gut verträgliche Wirkstoffe wie Benfotiamin und Alpha-Liponsäure zur Verfügung, erklärte Stirban. Die hoch bioverfügbare Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin hemmt entscheidende Pathomechanismen der Nerven-und Gefäßschädigung, wie die Bildung von AGEs.2Welchen Nutzen das für die Patienten haben kann, erläuterte Stirban mit Verweis auf klinische Studien, in denen Benfotiamin Neuropathie-Beschwerden linderte und die Nervenfunktion positiv beeinflusste.3-5So zeigte dieplazebokontrollierte Doppelblindstudie BENDIP, dass sich der primäre Endpunkt der Studie, der NSS (Neuropathy Symptom Score), in der PP (per protocol)-Analyse (p=0,033) nach sechswöchiger Therapie signifikant verbesserte. Am besten wurde das Symptom „Schmerzen“ beeinflusst, gefolgt von den Symptomen „Taubheit“ und „Brennen“. Dabei erwies sich der Wirkstoff als sehr gut verträglich. Letztlich steht als dritte Säule noch die symptomatische medikamentöse Therapie zur Verfügung, die durch apparative Therapie, Psychotherapie, Akupunktur oder Verhaltenstherapie ergänzt werden kann. Im Gegensatz zur pathogenetischen Therapie habe die symptomatische medikamentöse Therapie mehr potenzielle Nebenwirkungen und keinen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf, bemerkte Stirban. Trotzdem sollte sie laut Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft beginnen, sobald Symptome die Lebensqualität beeinträchtigen. Dabei sei eine maximale Wirkung bei geringstem Nebenwirkungsprofil anzustreben. Stirban verwies auf die Möglichkeit, pathogenetisch orientierte und symptomatische Maßnahmen zu kombinieren und so synergistische Effekte zu erzielen. Wie eine Untersuchung zeigte, konnte durch die Kombination von Gabapentin mit B-Vitaminen die schmerzlindernde Wirkung verstärkt und die Nebenwirkungen reduziert werden.6 ![]() ![]() ![]() Internet: www.woerwag.de www.hoerensieaufihrefuesse.de www.deutschediabetesstiftung.de |
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Für Sie entdeckt und zusammengestellt durch ©EPS-Schäffler / Jürgen SteinbachTextzusammenstellung: © Ermasch
- Presse - Service, R.Schäffler |