Innovative Therapie von Rückenschmerzen

Lebensqualität und wieder aktiv durch umfassende Therapie - neue Studiendaten

Priv. Doz. Dr. med. Michael A. Überall

- Neue Daten aus Forschung und Praxis
- Ursachenorientiert therapieren
- Folgen insuffizienter Schmerztherapie
- Anspruch auf Schmerztherapie - aktuelle Rechtslage

AWD PharmaTeva Deutschland


PD Dr. med. Michael UeberallLebensqualität ist das Ziel sinnvoller Schmerztherapie und Behandlungswunsch der meisten Schmerzpatienten. Das bedeutet für Betroffene adäquat gelinderte Schmerzen, nachts wieder durchschlafen können, wieder aktiv sein, den Arbeitsalltag bewältigen und ist mit Tagesvigilance, Aufnahmefähigkeit, Lern- und Konzentrationsvermögen und Reaktionsfähigkeit verbunden.

Chronische Schmerzen können die Erholsamkeit des Nachtschlafs erheblich beeinträchtigen. Der Patient ist am nächsten Tag müde und unausgeschlafen, dies wiederum kann das Schmerzgeschehen verschlimmern und es resultiert ein Circulus vitiosus. Schmerzbedingte Schlafstörungen sind bei subakuten und chronischen Schmerzen ein weitestgehend vernachlässigtes Problem. Sie werden therapeutisch sowohl hinsichtlich ihrer Häufigkeit als auch bezügliche ihrer Einflussnahme auf den Krankheits- und Genesungsprozess bislang nur unzureichend adressiert. So schlafen etwa zwei Drittel der Patienten mit subakuten/chronischen Schmerzen verzögert ein, beklagen in hohem Maße nächtliche Wachphasen, stark fragmentierten Schlaf, reduzierte Schlafeffizienz und gestörten Schlafzyklus. Für die Betroffenen sind die Folgen schwerwiegend und beeinflussen direkt und indirekt den Genesungsprozess: fehlende Erholungsphasen in der Nacht, erhöhte Tagesmüdigkeit und zunehmende Erschöpfung.

Bisher gibt es nur wenig Untersuchungen zur Objektivierung schmerzbedingter Schlafstörungen und deren Konsequenz auf die Tagesmüdigkeit der betroffenen Patienten. Im Rahmen einer Pilotstudie wurde an drei schmerztherapeutischen Schwerpunkteinrichtungen in Deutschland (Chemnitz, Göppingen und Nürnberg) der Behandlungsverlauf von Patienten mit subakuten/chronischen Schmerzen des Haltungs- und Bewegungssystems über einen Zeitraum von vier Wochen begleitet und unter Verwendung standardisierter Fragebögen sowie spezieller Mikrocomputersysteme zur Registrierung bioelektrischer Hirnstromkurven im häuslichen Bereich hinsichtlich ihres Schlafverhaltens evaluiert. Insgesamt wurden 32 Patienten analysiert, von denen 23 (71,9 %) unter Rückenschmerzen, acht (25 %) unter Schulter-/Nackenschmerzen und ein Patient unter Prellungsschmerzen nach einem Unfall litten. 25 Patienten (78,1 %) erhielten zum Zeitpunkt der ersten Evaluation bereits eine konventionelle Therapie mit entzündungshemmenden Analgetika, die sich jedoch in keinem Fall als therapeutisch ausreichend erwies.

Die Patienten erhielten über 2 Wochen Flupirtin als Einmalgabe. Unter der Flupirtin-Therapie zeigten 26 Patienten (81,3 %) bereits innerhalb der ersten Behandlungswoche eine signifikante und klinisch relevante Schmerzlinderung, 75 % der Patienten berichteten über eine Normalisierung des Nachtschlafes, die mit einer deutlichen Normalisierung der Schlafqualität (Verkürzung der Einschlafdauer, Verbesserung der Schlafeffizienz, Rückgang schmerzhafter Bewegungsstörungen und begleitender Arousalreaktionen, Zunahme der Tiefschlafanteile S3 und S4 auf Kosten der Leichtschlafphasen S1) sowie mit einer signifikanten Reduktion der Tagesmüdigkeit bei 76 % der Patienten einherging.

Die Detailanalyse der Daten ergab, dass die Normalisierung des Nachtschlafes und des veränderten EEG-Profils durch Flupirtin retard nur bei Patienten mit Schmerzlinderung gemessen wurde. Die wenigen Patienten ohne Schmerzlinderung klagten wie unter der Vortherapie mit anderen Analgetika auch unter der Flupirtin-Behandlung über Schlafstörungen und es war keine Normalisierung der EEG-Parameter messbar.

Manche Patienten sprechen bei Beginn einer wirksamen Schmerztherapie manchmal die Müdigkeit an. Dies ist vermutlich aber oft einfach ein Nachholbedarf. Übermüdete Schmerzpatienten können dank der Besserung ihrer Beschwerden endlich wieder schlafen und sind danach wieder aktiv am Tag.

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Textzusammenstellung: © Ermasch - Presse - Service, Schäffler / Günter Plump
Fotos: © EPS-Schäffler / AWD Pharma / BPI-Service
Quelle: AWD Pharma / BPI-Service / Priv. Doz. Dr. med. Michael A. Überall

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