SGA und Kleinwuchs - |
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| Start | Prof. Dr. med. Helmuth-Günther Dörr | Prof. Dr. med. Michael Bernd Ranke |
Kleinwuchs kann ein ernst zu nehmendes medizinisches Problem darstellen, dem man auf den Grund gehen muss - so die einhellige Expertenmeinung auf einer Presseveranstaltung zu diesem Thema. Wachstum und Entwicklung eines Kindes ist ein sehr komplexes Geschehen, das bei Störungen der differenzierten Abklärung und einer rechtzeitigen Weichenstellung bedarf. Der kinderärztlichen Basisuntersuchung kommt dabei ebenso große Bedeutung zu, wie - in der weiterführenden Diagnostik - dem rechtzeitigen Einschalten eines pädiatrischen Endokrinologen.
Die wichtige Rolle des Wachstumshormons Das Aufholwachstum findet in den ersten Lebensmonaten der Kinder statt. Prof. Dörr wies nachdrücklich darauf hin, dass Kinder, die kein Aufholwachstum während der ersten beiden Lebensjahre zeigen, mit ihrer Körpergröße während der gesamten Kindheit unterhalb der 3. Perzentile bleiben. Diese Kinder werden schließlich zu kleinwüchsigen Erwachsenen - mit einem mittleren Größenverlust von ca. 11 cm. Warum bei manchen Kindern das entsprechende Aufholwachstum ausbleibt, ist bis heute nicht eindeutig klar. Als wahrscheinlich gilt, dass die Wirkung von Wachstumshormon und/oder IGF gegenüber der Norm vermindert ist. Diese leichte Hormonresistenz lässt sich - so Prof. Ranke - aber bei ausreichend hoher Gabe von Wachstumshormon überwinden. Hand in Hand mit dem pädiatrischen Endokrinologen Eine sorgfältige kinderärztliche Untersuchung versteht sich bei SGA geborenen Kindern mit Kleinwuchs von selbst. Ist keine Ursache auszumachen und bleibt das Aufholwachstum aus, sollte auf alle Fälle rechtzeitig ein pädiatrischer Endokrinologe zur weiteren Abklärung zu Rate gezogen werden. Andernfalls kann wertvolle Zeit verloren gehen, die ein entsprechendes Kind zum Aufholen des Wachstumsrückstands nutzen könnte. Liegt eine Indikation für die Gabe von Wachstumshormon vor, lassen sich durch den rechtzeitigen Einsatz Längendefizite von bis zu 10 cm und mehr gut machen, was für die betroffenen Kinder in vielfacher Hinsicht einen entscheidenden Unterschied hinsichtlich Entwicklung, Gesundheit und Lebensqualität darstellt. |
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Für Sie entdeckt und zusammengestellt durch ©EPS-Schäffler / Schäffler / FruhTextzusammenstellung: © Ermasch
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