Günter K. Stalla, Max-Planck-Institut für Psychiatrie,
München Innere Medizin, Endokrinologie und Klinische Chemie |
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| Start | Dr. Ilonka Kreitschmann-Andermahr | Dr. Lipp | Prof. Günter K. Stalla |
Ein Problem bei der Diagnose einer HVL-Insuffizienz als Folge eines Schädel-Hirn-Traumas stellt die oft schleichende und unspezifische Symptomatik der HVL-Insuffizienz dar, die überdies durch die Symptomatik des Schädel-Hirn-Traumas verschleiert werden kann. Klinische Probleme, insbesondere nach schwerem Schädel-Hirn-Trauma, können lang anhaltende Bewusstseinsstörungen, schwere Antriebs- und Aufmerksamkeitsstörungen, Depressionen und Schlafstörungen sein. Ähnliche Symptome können auch als Folge einer Hypophyseninsuffizienz auftreten. Das Erkennen einer zusätzlich vorliegenden Hypophyseninsuffizienz ist für den Patienten von großer Bedeutung. Eine sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz kann, wenn sie nicht erkannt und adäquat therapiert wird, zu lebensbedrohlichen Krisen führen, zudem können typische Folgeerscheinungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma durch eine Hypophyseninsuffizienz mitbedingt oder verstärkt werden. Wenn man von einem Auftreten von Hypophyseninsuffizienz bei einem Drittel der Patienten nach SHT ausgeht muss eine jährliche Inzidenz von bis zu 80.000 Fällen angenommen werden. Angesichts dieser hohen Prävalenz empfiehlt es sich, eine Testung der Hypophysenfunktion bei Patienten nach Schädel-Hirn-Trauma durchzuführen und gegebenenfalls eine adäquate Substitutionstherapie einzuleiten. |
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