Neueste Studienergebnisse belegen:
1. Flupirtin ist ein
wichtiger Bestandteil einer ursachenorientierten
Rückenschmerztherapie, von der auch Patienten mit
schmerzbedingten Schlafstörungen profitieren.
2. Die
Therapie von Osteoporosepatienten kann durch Innovation
verbessert werden.
In Deutschland werden Millionen
Menschen zu chronischen Schmerzpatienten, obwohl das bei einem
großen Teil der Betroffenen durch gezielte Prävention und frühe
rationale Behandlung verhindert werden könnte.
Rückenschmerzen
sind mit Abstand die häufigste Form von chronischen Schmerzen
überhaupt. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung leidet
episodisch oder chronisch an Rückenschmerzen. Schlafstörungen
werden bei diesen chronischen Schmerzerkrankungen vielfach
unterschätzt. Die Therapie mit Flupirtin retard 1x täglich führt bei
Patienten mit Schmerzlinderung auch zur Normalisierung des
Nachtschlafes und ermöglicht Alltagsaktivität.
Die Volkskrankheit Nr. 1 "Rückenschmerz" ist nicht nur Ursache
zahlreicher Leidensgeschichten und Frühberentungen, sondern auch ein
wesentlicher Kostenfaktor im Gesundheitssystem. Rückenschmerzen
haben zudem mehr als andere Schmerzformen eine hohe Tendenz zu
chronifizieren. Die Weichen werden bereits in der ersten Woche gestellt:
Wenn es hier nicht gelingt, effizient zu behandeln und die Patienten zu
mobilisieren, droht aus den meist funktionellen Problemen eine lange
Patientenkarriere mit weiterer Immobilisierung zu werden.
Der Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie betrifft sowohl die
Behandlung akuter wie auch chronischer Schmerzzustände. "Wird
Schmerz zum ständigen Begleiter, geht seine wichtige Warnfunktion
verloren und es beginnt ein verhängnisvoller Kreislauf.", eröffnet Prof. Dr.
med. Walter Zieglgänsberger vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie,
München seinen Vortrag im Rahmen der Pressekonferenz "Lebensqualität
durch effiziente Therapie von Rückenschmerzen und Osteoporose".
Da
intensive Schadreize nachweislich zur Sensibilisierung zentraler
Nervenzellen führen können, bietet sich die Möglichkeit, Behandlungen
nicht nur auf die Stelle der peripheren Gewebeschädigung zu richten,
Lebensqualität durch effiziente Therapie von Rückenschmerzen
und Osteoporose sondern auch auf Veränderungen in Strukturen des
Zentralnervensystems.
Die zunehmende Angst von Schmerzpatienten vor
wiederkehrenden Schmerzen verhindert, dass sie Dinge tun, die ihnen
früher Freude bereitet haben. Eine moderne Schmerztherapie muss daher
die Angst vor der nächsten Schmerzattacke mitberücksichtigen. Ein nur
kurz wirksames Analgetikum verstärkt diese psychische Komponente
unter Umständen noch, da der Patient ständig daran denken muss, das
Medikament zeitgenau einzunehmen.
Präparate, die über 24 Stunden wirkungsvoll den Schmerz bekämpfen,
lassen den Patienten "vergessen", dass er behandelt wird und er wird so
auch nicht ständig schmerzlich an sein Leiden erinnert. Wenn der
erwartete Schmerz nicht auftritt, ist der Weg frei für neue, positive
Assoziationen.
So kann beispielsweise retardiertes Flupirtin eingesetzt werden, um
zusammen mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen, die das "Re-
Learning"
fördern, das Schmerzgedächtnis zu überschreiben. Auf Grund
des spezifischen Wirkmechanismus wird das Ruhemembranpotenzial von
Nervenzellen anhaltend stabilisiert und damit deren Erregbarkeit
gehemmt.
Dieser SNEPCO-Mechanismus (SNEPCO = Selective Neuronal
Potassium Channel Opender) kann so auch Schmerzen, die bereits über
längere Zeit bestehen, günstig beeinflussen, da biochemische Prozesse
angesteuert werden, die die Grundlage von neuronaler Übererregbarkeit
und zellulärem Schmerzgedächtnis bilden. Auch nach einer bereits
eingetretenen Chronifizierung lassen sich durch konsequente langfristige
Reduktion des neuronalen Einstroms und Dämpfung zentraler neuronaler
Überaktivität noch therapeutische Erfolge erzielen da davon auszugehen
ist, dass eine aktivitätsabhängige Genexpression, die zu einer Steigerung
der neuronalen Erregbarkeit geführt hat, bei einer Verminderung z. B. des
synaptischen Zustroms oder der spontanen Entladungstätigkeit auch
wieder abnehmen kann.
Durch eine medikamentöse Therapie, die den
Schmerz kontinuierlich unter Kontrolle hält, kann man chronischen
Schmerzpatienten die Angst vor der nächsten Attacke nehmen; sie
entwickeln Vertrauen in schmerztherapeutische Maßnahmen und
erkennen, dass sie diesen Prozess auch durch eigenes Verhalten steuern
können.
Mit modernen Retardtabletten lässt sich so der Teufelskreis der
Schmerzchronifizierung durch "Re-Learning" leichter durchbrechen.
Substanzen wie das verspannungslösende Flupirtin, das seit 2006 auch
als moderne Retardtablette zur Verfügung steht, stellt
eine therapeutisch wertvolle und rationale Option für die Erst- und
Folgebehandlung akuter wie chronischer muskulär bedingter
Rückenschmerzen dar. Die verspannungslösende Wirkung von
retardiertem Flupirtin wurde durch objektive Verfahren bei
Lebensqualität durch effiziente Therapie von Rückenschmerzen
und Osteoporose Rückenschmerzpatienten gezeigt.
Dr. med. Gerhard H. H. Müller-
Schwefe (links im Bild), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.
(DGS) und Leiter des Schmerz- und Palliativzentrums Göppingen,
verweist auf eine große nicht-interventionelle Studie, in der die Therapie
von 1.343 Patienten mit akuten und chronischen Rückenschmerzen mit
entzündungshemmenden NSAR von den behandelnden Ärzten mit nur
befriedigend (41% der Patienten), mangelhaft (32% der Patienten) und
ausreichend (13% der Patienten) bewertet wurde. Die Fortsetzung der
Rückenschmerztherapie dieser Patienten mit Flupirtin retard 1x täglich für
12 Wochen führte zu einer deutlich Verbesserung des Therapieeffektes
und für 80% der Patienten wurden von den Ärzten sehr gute bis gute
Beurteilungen abgegeben.
Ein bei subakuten und chronischen Schmerzen weitgehend
vernachlässigtes Problem stellen Schlafstörungen dar. Therapeutisch
werden diese bislang sowohl hinsichtlich ihrer Häufigkeit aber auch
bezüglich ihrer Einflussnahme auf den Krankheits- und
Genesungsprozess nur unzureichend adressiert. Diesen Faktor hebt Priv.
Doz. Dr. med. Michael A. Überall (rechts im Bild), Vizepräsident der DGS und
medizinischer Leiter des Instituts für
Neurowissenschaften, Algesiologie
und Pädiatrie in Nürnberg hervor.
Zwei Drittel der Patienten mit subakuten / chronischen Schmerzen
schlafen verzögert ein, beklagen in hohem Maße nächtliche Wachphasen,
einen stark fragmentierten Schlaf, eine reduzierte Schlafeffizienz und
einen gestörten Schlafzyklus.
Für die Betroffenen sind die Folgen
schwerwiegend mit direkten und indirekten Folgen für den
Genesungsprozess: fehlende Erholungsphasen in der Nacht, erhöhte
Tagesmüdigkeit und zunehmende Erschöpfung.
Bisher gibt es nur wenig Untersuchungen zur Objektivierung
schmerzbedingter Schlafstörungen und deren Konsequenz auf die
Tagesmüdigkeit der betroffenen Patienten. Im Rahmen einer Pilotstudie
wurde an drei schmerztherapeutischen Schwerpunkteinrichtungen in
Deutschland (Chemnitz, Göppingen und Nürnberg) der
Behandlungsverlauf von Patienten mit subakuten / chronischen
Schmerzen des Haltungs- und Bewegungssystems über einen Zeitraum
von vier Wochen begleitet und unter Verwendung standardisierter
Fragebögen sowie spezieller Mikrocomputersysteme zur Registrierung
bioelektrischer Hirnstromkurven im häuslichen Bereich hinsichtlich ihres
Schlafverhaltens evaluiert.
Insgesamt wurden 32 Patienten analysiert, von
denen 23 (71,9%) unter Rückenschmerzen, 8 (25%) unter Schulter- /
Nackenschmerzen und ein Patient unter Prellungsschmerzen nach einem
Unfall litten. 25 Patienten (78,1%) erhielten zum Zeitpunkt der ersten
Evaluation bereits eine konventionelle Therapie mit
Lebensqualität durch effiziente Therapie von Rückenschmerzen
und Osteoporose entzündungshemmenden Analgetika, die sich jedoch in keinem Fall als
therapeutisch ausreichend erwies und Anlass für den Einsatz einer
muskeltonus-normalisierenden Therapie mit Flupirtin retard war. Unter
dieser Therapie zeigten 26 Patienten (81,3%) bereits innerhalb der ersten
Behandlungswoche eine signifikante und klinisch relevante
Schmerzlinderung (wohingegen sich bei sechs Patienten keine
nennenswerten Änderungen zeigten).
Dies ging einher mit einer
deutlichen Normalisierung der Schlafqualität (Verkürzung der
Einschlafdauer, Verbesserung der Schlafeffizienz, Rückgang
schmerzhafter Bewegungsstörungen und begleitender Arousalreaktionen,
Zunahme der Tiefschlafanteile auf Kosten der Leichtschlafphasen) sowie
einer signifikanten Reduktion der Tagesmüdigkeit (wohingegen die sechs
Patienten ohne signifikante Schmerzlinderung unveränderte, tendenziell
sogar zunehmend schlechtere Werte bezüglich Schlafqualität und
Tagesmüdigkeit dokumentierten).
Insgesamt gingen Schmerzreduktion und Schlafnormalisierung bei den
Respondern auf Flupirtin retard Hand-in-Hand. Gleichzeitig gelang es
nachzuweisen, dass die mitunter von Patienten unter Flupirtin berichtete
"Müdigkeit" primär Ausdruck einer sich langsam wieder normalisierenden
Schlafarchitektur und entsprechenden Nachholphänomenen ist.
Auch Osteoporosepatienten können von innovativen Therapien profitieren.
In Deutschland sind etwa 10% der Bevölkerung, d.h. mehr als 8 Millionen
Menschen, an Osteoporose erkrankt - vorwiegend Frauen über 50 Jahre.
Allerdings erhält nur etwa jeder 5. Osteoporosepatient eine adäquate
Therapie. Für die wesentlichen Ziele einer modernen
Osteoporosetherapie: Zunahme der Knochendichte Sturzreduktion und
somit eine umfassende Frakturprävention, steht seit kurzem eine neue
innovative Kombination der Wirkstoffe Alendronat und Alfacalcidol zur Verfügung. Beide Substanzen vermindern die Wirkung
der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten).
Alfacalcidol verstärkt
zusätzlich die Aktivität der knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten),
wirkt außerdem auf den Muskel und reduziert dadurch Stürze. Prof. Dr. med. Johann Ringe (links im Bild), Direktor der Medizinischen Klinik 4
(Schwerpunkt Rheumatologie / Osteologie) und des Westdeutschen
Osteoporosezentrums (WOZ) am Klinikum Leverkusen, erläutert die
neuesten Ergebnisse, die zum Themenkomplex "Innovative
Osteoporosetherapie" vorliegen.
So wurde in einer klinischen Studie die Reduktion der Sturzrate durch
Alfacalcidol belegt. Die Patienten erhielten entweder Alfacalcidol (1mg pro
Tag) oder Placebo über 36 Wochen. Unter Alfacalcidol sank das
Sturzrisiko signifikant um 55% (bei Patienten mit minimaler CalciumLebensqualität
durch effiziente Therapie von Rückenschmerzen
und Osteoporose Aufnahme mit der Nahrung von >512 mg/Tag).
Wie eine weitere Studie belegte, induziert die kombinierte Gabe von
Alendronat und Alfacalcidol 66% mehr Zuwachs an Knochendichte bei
Osteoporose-Patientinnen im Vergleich zur bisher bei Osteoporose
üblichen Monotherapie mit Alendronat (ALFA-Studie, 36 Monate
Therapie).
Der AAC-Trial (Alfacalcidol Alendronate Combined Trial), eine prospektive
kontrollierte Studie mit 90 Patienten (57 Frauen und 33 Männer) mit
postmenopausaler Osteoporose oder Osteoporose des Mannes zeigte,
dass nach zweijähriger Kombinationstherapie aus Aldendronat und
Alfacalcidol im Vergleich zu Patienten, die nur Alendronsäure und Vitamin
D eingenommen hatten, 80% weniger Frakturen auftraten (p = 0,0106).
Die duale Wirkung auf die Knochendichte und die Muskelleistung macht
die Kombination von Alendronsäure und Alfacalcidol zu
einem einzigartigen antiosteoporotischen Produkt.
Mehr Infos erhalten Sie unter: AWD-Pharma