HULK -

Der Unglaubliche

 

 | Inhalt
- Vor der Produktion
- Über die Produktion

 | Monster und Retter: Eine unglaubliche Besetzung | 
 | So entstand HULK, der „ungewöhnlichste Mann aller Zeiten“: Visual Effects | 
 | Motion Capture
- Die Integration zweier Welten

 | Ein HULK geht um die Welt: Design und Drehorte des Films
- Brasilien im Sucher
- Auge in Auge: Zwei Titanen in Manhattan

 | Der unglaubliche HULK: auch im Geiste ein Grüner | 
 | Über Die Schauspieler | 
 | Über die Filmemacher | 


Monster und Retter: Eine UNGLAUBLICHE Besetzung

Bei der Besetzung von DER UNGLAUBLICHE HULK kam es Leterrier und den Produzenten darauf an, ein Ensemble zu rekrutieren, das einen Action-Sommerhit mit herausragender schauspielerischen Leistung unterstützt. „Heutzutage sind die Zuschauer sehr kritisch“, sagt Produzentin Gale Anne Hurd mit einem Augenzwinkern. „Eine großartige CGI-Figur und sensationelle Visual Effects reichen einfach nicht mehr aus. Darüber hinaus muss man eine klasse Story liefern und Charaktere, mit denen man mitfiebern kann. Selbst, wenn man auf soviel tolles Material aus den „Hulk“-Comics und der Serie zurückgreifen kann wie wir, muss man die beste Story finden und die besten Darsteller, um sie zu erzählen.“

Für die Hauptrolle suchte das Team einen Schauspieler, der Bruce Banners brillanten Intellekt und seinen inneren Kampf glaubwürdig verkörpern konnte. Außerdem musste er das ganze Hulk-Universum durchdrungen haben, um zu jeder Zeit sein Bestes geben zu können. Die Filmemacher fanden die perfekte Besetzung: den zweifach Oscar©-nominierten Edward Norton. „Bruce Banner hat ein kompliziertes Innenleben und ist deshalb sehr schwer zu spielen“, sagt Produzent Feige. „Edward war genau der Richtige dafür. Wir wussten, dass er der Figur eine ganz neue Dimension verleihen würde. Er ist einer der besten Schauspieler seiner Generation. Sein Talent und seine Fähigkeit in schwierige Rollen zu schlüpfen, prädestinierten ihn geradezu für die Bruce Banner/Hulk-Rolle.“

Der wiederum nahm seine Aufgabe sehr ernst. Schließlich ist er seit Kindesbeinen ein großer Fan der Banner/Hulk-Story. Norton dazu: „Bruce Banner lässt sich mit geheimen Mächten ein und verbrennt sich anständig die Finger, was ihn in die Isolation treibt. Die Geschichte dieses einsamen Mannes, der versucht, die Welt vor dem gewalttätigen Ding zu beschützen, das immer wieder aus ihm hervorbricht, spricht viele an. Sie mögen es, wie er sich wehrt, wenn man ihn wütend macht und in die Enge treibt.“ „Vor allem als Teenager ist es natürlich fantastisch zu sehen, wie ein einsamer Außenseiter über sich hinauswächst und sich wehrt“, fügt Norton an. „Genauso fühlt man sich schließlich in dem Alter.“

Dazu Gale Anne Hurd: „Edward brachte nicht nur sein Können als Schauspieler mit sondern auch sein Wissen und seine Liebe für die Figur. Außerdem ist er alles andere als eindimensional und geht gern in die Tiefe; er sucht unter der Oberfläche nach Wahrhaftigkeit. Der überlebensgroße Hulk und sein ebenso gigantischer Gegenspieler Abomination boten Edward dafür die beste Gelegenheit.“ Regisseur Louis Leterrier stimmt zu: „Edward bringt für seine Rolle diese gewisse Niedergeschlagenheit und diesen scharfen Verstand mit, ohne sich selbst zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Edward ist ähnlich in sich gekehrt wie Bruce Banner und Hulk ist das genaue Gegenteil, viel ursprünglicher. Wir verdanken Edwards Kreativität sehr viel. Ohne ihn wäre Hulk nicht so einzigartig geworden.“

Norton gibt das Kompliment an den Regisseur zurück: „Louis und ich wollten ästhetisch genau dasselbe. Ihm schwebte etwas vor, das ähnlich düster und grimmig wie Alien sein sollte. Er wollte Handkamera-Aufnahmen verwenden und dem Film einen dreckigen Look verpassen. Damit meinte er, dass die Bilder nicht immer perfekt komponiert sein sollten, sondern Chaos und Horrorfilm-Aspekte beinhalten sollten. Das gefiel mir sehr.“

Etwas, das Hulk-Fans seit jeher beschäftigt, ist die Liebesgeschichte zwischen Banner und seiner Ex-Harvard-Kommilitonin und Freundin Betty Ross, eine brillante Biologin, die in den Comics zeitweise auch seine Ehefrau war. Die Tragik ihrer Liebe – sie müssen getrennt bleiben, bis Banner ein Heilmittel entwickelt hat – vergrößert Banners Leid ins fast Unerträgliche. Dabei stand Bettys Liebe und Zuneigung immer außer Frage. Trotz ihrer komplizierten Beziehung sind Bettys Gefühle für Bruce so groß, dass sie selbst in seinem grünen Alter Ego seine menschliche Seite erkennt.

Leterrier gefiel es, dass Bruce ausgerechnet durch Bettys Zuneigung in die Hände seines ärgsten Feindes fällt, General Thaddeus ’Thunderbolt’ Ross – Bettys Vater. Dazu der Regisseur: „Ich liebe diese Dynamik, dass Bruce aus Liebe schwere Fehler begeht, die ihn wieder in Ross’ Fänge treiben.“

Für die Schlüsselrolle der Betty kam eigentlich nur Liv Tyler in Frage, eine Favoritin auch unter Hulk-Fans, seit sie als unsterbliche Elbenprinzessin in Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie zu sehen war. „Liv ist eine klassische Schönheit und ein großes Talent“, sagt Feige. „Durch ihre Rollen in The Lord of the Rings (Der Herr der Ringe, 2001-2003) und Indie-Filmen wie Stealing Beauty (Gefühl und Verführung, 1996) verfügt sie über immense Erfahrungen in Dramen und Action-Abenteuern gleichermaßen, was zu unserem Film natürlich perfekt passt.“ „Es musste jemand sein, der die Rolle ganz ausfüllen konnte, mit der passenden Kombination aus Intelligenz und Stärke“, ergänzt Hurd, die mit Tyler bereits an dem 1990er Mega-Hit Armageddon (Armageddon – Das jüngste Gericht, 1998) zusammengearbeitet hat. „Sie musste über eine mutige und eine verletzliche Seite verfügen. Liv ist perfekt, sie ist smart, umgänglich und wunderschön – und verkörpert die Figur deshalb ideal.“

Die körperlichen Anstrengungen, die ihre Rolle verlangten, haben Tyler überrascht, besonders die, mit einer rund drei Meter großen Kreatur spielen zu müssen, die in den Film erst nachträglich per CGI eingefügt wurde. Sie lacht: „So etwas habe ich nicht einmal bei Der Herr der Ringe machen müssen. Da reagierte ich zwar auch auf Dinge, die es gar nicht gab, musste aber nicht notwendigerweise interagieren. Ich wurde z. B. nie durch die Luft gewirbelt.“

Nach der Besetzung der beiden unglücklich Verliebten suchten Louis Leterrier und die Produzenten nach einem Darsteller, der General ’Thunderbolt’ Ross spielen kann, Hulks unerbittlichen und unermüdlichen Jäger. Dazu Leterrier: „Da Liv sehr attraktiv und groß ist, konnte ihr Filmvater natürlich nicht klein und korpulent sein. Wir mussten einen General finden, der wie Ross in den Comics aussah: ein großer, Furcht einflößender Schrank von einem Mann. Mir schwebte jemand vor, den man in so einer Rolle weder schon mal gesehen hatte, noch erwarten würde. Oscar©-Preisträger William Hurt entpuppte sich als Idealbesetzung“.

Als Fan der Hulk-Comics fiel Hurt die Entscheidung für diese Rolle leicht. „Die Comics haben mich immer sehr bewegt“, erinnert sich der Schauspieler. „Ich bin völlig von dem Projekt überzeugt. Deshalb habe ich mitgemacht. Und mein Sohn ist ein noch größerer Hulk-Fan als ich – er weiß absolut alles über ihn. Wir haben stundenlang über Ross’ Entwicklung und die Beziehung zwischen Betty und Banner geredet.“

Hurt erklärt: „’Thunderbolt’ Ross ist zerrissen zwischen der Liebe und Loyalität zu seiner Tochter und seinem Vaterland. Und er ist absolut besessen davon, Bruce Banner und sein Alter Ego aufzuhalten. Durch diese Verbohrtheit bringt er seine Tochter letztlich in Lebensgefahr. Er verliert die Kontrolle über sich und sein Handeln, ignoriert seinen väterlichen Beschützerinstinkt und fühlt sich dadurch erniedrigt, dass ausgerechnet das Ding, das er am meisten hasst, seiner Tochter das Leben rettet – eine hochemotionale Angelegenheit.“

Jeder Superheld braucht einen Bösewicht und während sich Banner mit General Ross anlegt, musste für sein Alter Ego etwas viel Monströseres her, das dem Event-Charakter des Films entsprach. In DER UNGLAUBLICHE HULK kommt es zum Kampf zwischen Hulk und einem der großartigsten Gegenspieler aus den Comics: General Ross mag Banners schlimmster Feind sein, aber er ist nicht allein im Kampf gegen Hulk – Abomination steht an seiner Seite!

Dazu Feige: „Als der Film einsetzt, befindet sich Banner bereits seit fünf Jahren auf der Flucht und ist auf der Suche nach einem Heilmittel. Er macht, was er für richtig hält, indem er ständig in Bewegung bleibt und sich versteckt – vor denen, die er liebt und denen, die seine Kräfte für böse Zwecke missbrauchen wollen. Erst als er der Liebe seines Lebens und seinen alten (und ein paar neuen!) Feinden wiederbegegnet, erkennt er, dass das Monster in ihm letztlich ein Held ist.“

Als Emil Blonsky, Soldat für Spezialaufträge und mit unbändigem Willen zu Herrschaft und Ruhm, besetzten die Filmemacher den britischen Schauspieler Tim Roth. Blonsky verwandelt sich in Abomination, nachdem er sich für General Ross freiwillig derselben Gammastrahlung wie Banner aussetzt. Gegen Abominations Power und Gewalttätigkeit wirkt Hulk glatt wie ein Zwerg. Der Soldat verwandelt sich durch zwei unterschiedliche Prozeduren in diese Kreatur. Von General Ross erhält Blonsky zuerst Injektionen eines Super-Soldaten-Serums, die ihn in eine Militärmaschine verwandeln. Doch erst durch eine Transfusion von Banners Blut, die der skrupellose Dr. Sterns vornimmt, ist seine Transformation in Abomination vollständig abgeschlossen.

Im Gegensatz zum Hulk, der wieder zu Banner wird, sobald das Adrenalin in seinen Adern nachlässt, gibt es für Blonsky kein zurück mehr. Er verwandelt sich durch die Strahlen in ein Monstrum, dessen Wirbelsäule und andere Knochen aus seinem Körper brechen. Mit ihnen kann der blassgrüne Mutant seine Feinde aufspießen und ist viel stärker als Hulk.

Produzent Avi Arad hält Emil Blonsky für den perfekten Gegenspieler: „Bösewichte, die sich bewusst für ihr Dasein entscheiden, sind die Besten. Schließlich ist Blonskys Verwandlung kein Unfall – er will es so. Er sieht Hulks Macht, will sie haben und nimmt sie sich. Hulk ist für ihn eine persönliche Herausforderung, wie früher im Wilden Westen: ‚Leg’ den Schnellsten um, dann bist du selbst der ultimative Revolverheld’. So denkt Blonsky und er macht vor gar nichts halt, um Hulk zu vernichten.“

„Blonsky ist ein Mann der Tat, den nichts mehr beeindruckt“, sagt Roth. „Er hat alles mitgemacht und langweilt sich. Doch dann sieht er Hulk und merkt, da geht noch was. Blonsky will unbedingt ein Stück vom Kuchen, er will die Macht!“

Roth gefiel Blonskys Machthunger: „Als er erkennt, welches Abenteuer auf ihn wartet, gibt es vor Begeisterung kein Halten mehr“, erklärt der Schauspieler. „Es geht mit geringfügigen Injektionen los. Doch als er deren Wirkung feststellt, will er die volle Dröhnung: ‚Schluss mit dem Kleinkram. Ich kann rennen wie der Teufel, bin größer, stärker und schlauer – ich will mehr!’“

Bruce Banners Zustand hat seine Beziehung zu Betty Ross nahezu unmöglich gemacht. Sie will, nach fünf Jahren ohne wirklichen Kontakt zu ihm, gerade die Vergangenheit begraben und sich auf ihren neuen Verehrer Leonard einlassen. (Fans der Comics dürfte der Name bekannt vorkommen: So hieß der Psychiater, der Banner zu heilen versuchte und Bettys Leben rettete [nachdem sie auf Spider-Mans Erzfeind Sandman gestoßen war]. Seine Selbstversuche mit Gammastrahlen verwandelten ihn schließlich in den riesigen, 190 Kilo schweren Doc Samson. Aber das ist eine andere Geschichte…).

Leterrier wusste, dass der Rivale um Bettys Gunst jemand sein musste, „der etwas älter war und von Banner respektiert wird. Der Typ ist großartig, er sieht fabelhaft aus, ist witzig. Es war schwer, jemanden für die Rolle zu finden.“

Die Suche endete, als Norton Ty Burrell vorschlug, mit dem er 2003 in Lanford Wilsons Off-Broadway-Stück „Burn This“ aufgetreten war. Leterrier lacht: „Ich sagte ‚Moment mal, hat Ty Burrell nicht den Deppen in Dawn of the Dead (2004) gespielt?’ Ich traf mich mit ihm und er war so lustig und charmant, dass ich ihn sofort wollte. Ich sagte: ‚Du bist Leonard; Banner und du, ihr passt fabelhaft zusammen.’“

Wichtiger Angelpunkt von DER UNGLAUBLICHE HULK ist Banners Suche nach einem Heilmittel, das ihn wieder gesellschaftsfähig macht. Tim Blake Nelson erhielt die Rolle des Professor Samuel Sterns, ein Zellbiologe, der Banner unter Umständen heilen könnte (und der in den Comics schließlich zum bösen Leader wird, ein zukünftiger Feind Hulks mit einem gewaltigen Schädel). Er steht mit Banner die ganze Zeit in Kontakt, denn Banner glaubt, dass Sterns’ Forschung ein Gegenmittel finden könnte. Was er nicht weiß: In Wirklichkeit will Sterns noch viele andere Hulks erschaffen, sodass sich den Zuschauern einmal mehr die Frage stellt: ‚Wer ist hier eigentlich das Monster?’“

„Sterns ist brillant, aber moralisch verkommen“, erklärt Nelson. „Das macht den Reiz vieler Figuren in DER UNGLAUBLICHE HULK aus – dass sie ihre düstere Seite erforschen. Sterns hält sich ja nicht wirklich für einen Bösewicht. Im Gegenteil, er glaubt, seine Brillanz erhebt ihn über jegliche moralische Grenzen. Sein Leben ist für ihn nur lebenswert, so lange er Neues entdecken kann. Ob das nun gut ist oder nicht, interessiert ihn wenig. Das gefällt mir an der Figur.“

Als die Besetzung feststand und Cameos der Hulk-Schöpfer sowie des Bodybuilders, der für immer mit der Figur verbunden sein wird, eingeplant waren, widmeten sich die Filmemacher dem Hulk selbst, der – halb Mensch, halb Monster – versucht, seine Umgebung nicht zu kurz und klein zu schlagen.




Internet: www.concorde-film.medianetworx.de


Für Sie entdeckt und zusammengestellt durch ©EPS-Schäffler / Schäffler

Textzusammenstellung: © Ermasch - Presse - Service, Schäffler
Fotos: © EPS-Schäffler, Concorde Filmverleih GmbH
Quelle: Concorde Filmverleih GmbH

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